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Verabschiedung unseres Schulleiters Herrn Grosse

Zum Ende des Schulhalbjahres wurde unser seit 8½ Jahren amtierender Schulleiter Hans-Jürgen Grosse in einer sehr würdigen und dem besonderen Anlass angemessenen Feierstunde verabschiedet. Zu Wort kamen verschiedene Redner aus Schule und Politik, Weggefährten und Kollegen, bevor der zukünftige Pensionär selbst ans Mikrofon schritt und zu den Zuhörern sprach. Der Abschied fiel ihm nicht leicht – aber der Reihe nach:

Nach der Begrüßung der zahlreichen Anwesenden – unser Kollegium stellte gut die Hälfte der eingeladenen Gäste – durch unseren bisherigen Stellvertretenden Schulleiter und Herrn Grosses Nachfolger Herrn Gebbeken wurde die Veranstaltung von Anne Lienstromberg an der Geige musikalisch eröffnet. Die Tochter unserer Kollegin erhielt hier und nach ihren weiteren Darbietungen im Verlauf des Nachmittags reichlich verdienten Applaus.

Für den Schulträger – den Landkreis Emsland – sprach dann unser seit einem halben Jahr amtierende Landrat Marc-André Burgdorf. Er lobte die Verdienste von Herrn Grosse für unsere Schule und lieferte dafür zahlreiche Beispiele. Es folgte der „offizielle“ Teil in Person des Leitenden Regierungsschuldirektors Rainer Knippenberg. Dieser blickte zunächst auf das vielfältige berufliche Lebenswerk von Herrn Grosse zurück. In Kurzform (die „Langform“ ist im Interview mit Herrn Grosse im aktuellen Jahrbuch nachzulesen):

Aus Springe bei Hameln stammend, machte Herr Grosse 1972 ebendort Abitur, ging zur Bundeswehr und trat anschließend sein Studium in Göttingen an. Das Referendariat führte ihn 1980 erstmals in unsere Region, genauer gesagt, an die heutige KBS nach Nordhorn. Dort blieb er als „fertiger“ Lehrer auch im Anschluss und unterrichtete Wirtschaft und vornehmlich Informatik. In den 80er- und 90er-Jahren nahm er an vielen Fortbildungen im Bereich der Informatik teil, arbeitete in verschiedenen Kommissionen und übernahm auch jeweils zunehmend ihre Leitung.

Früh zeigte sich, dass der Lehrerjob allein ihm nicht reichte. 2002 wurde Herr Grosse Fachleiter am Studienseminar Osnabrück, war fortan also auch für die Ausbildung von Referendaren verantwortlich. Fünf Jahre später ging er dann ganz nach Osnabrück und übernahm den Posten eines Dezernenten an der Landesschulbehörde – bis er Mitte 2011 als Nachfolger von Frau Dühnen Schulleiter an unserer BBS Lingen Wirtschaft wurde.

All das kam in Herrn Knippenbergs lobenden Worten noch einmal zur Sprache, bevor er Herrn Grosse im Auftrag des niedersächsischen Kultusministers die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand überreichte – nebst einem „Prototyp des ersten analogen Rechners“ (siehe Foto). Herr Gebbeken bezeichnete seinen „Chef“ anschließend als absoluten „Teamplayer“ und hob die hervorragende Zusammenarbeit innerhalb der Schulleitung hervor.

Es folgten die Worte unseres Personalratsvorsitzenden Heiko Baarlink, der Herrn Grosse für die Unterstützung „unseres fantastischen Kollegiums“ dankte, gerade auch bei der Umsetzung neuer Ideen, und dafür, dass er Kollegen auch aufmunternd zur Seite stand, wenn sie gesundheitliche oder private Probleme hatten. Grosse habe unbändigen Einsatz für die Schule gezeigt. Dass seine Schule mit ihren Schülern und Kollegen ihm ans Herz gewachsen sei, habe er immer offen gezeigt.

Für die Schüler und Eltern sprach unsere Abiturientin Milena Stein zu Herrn Grosse und seinen Gästen. Ihre Rede wurde zu einem kleinen Highlight der Veranstaltung, verstand sie es als seit einigen Jahren aktive und erfolgreiche Poetry-Slammerin doch, auch sprachlich gekonnt einige Akzente zu setzen.

Daraufhin kamen Engelbert Cordes für unseren BBS-Förderverein sowie Jürgen Korte für den Regionalen Arbeitskreis der emsländischen Berufsschuldirektoren (den Herr Grosse bis dato geleitet hatte) zu Wort. Es folgte unser ehemaliger „Vize“ Wolfgang Schönnagel, der seit 2017 Schulleiter an der KBS Nordhorn ist – der langjährigen Schule von Herrn Grosse. Berufsschulpastor Gernot Wilke-Ewert rundete die Reihe der Redner in gewohnt lockerer und souveräner Weise ab, bevor Herr Grosse selbst das Wort ergriff.

Er begrüßte zunächst ganz persönlich neben seiner Familie viele Freunde, die teilweise weite Anreisen nach Lingen auf sich genommen hatten, um an diesem für ihn so besonderen Tag dabei zu sein. Die Zuhörer erlebten mit, was einige Redner vorher schon angedeutet hatten, nämlich, dass ihm der Abschied schwerfiel, er vielleicht sogar „am liebsten weitergemacht“ hätte. Sichtlich bewegt, betonte Herr Grosse zum Abschied: „Es war für mich immer eine Freude, mit diesem Kollegium gemeinsam die Schule gestalten zu können.“
Die sehr gelungene Veranstaltung endete mit einem kleinen, aber stimmungsvollen Stehimbiss, bei dem bei Häppchen und O-Saft noch das ein oder andere Gespräch über bzw. vor allem mit Herrn Grosse geführt wurde. Einmal mehr und auch an dieser Stelle: Alles Gute für die Zukunft, lieber Herr Grosse!

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