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Religionskurs der BGs pilgert mit Google Maps durch Bella Roma

Am Freitag, den 31.Januar, machte sich die 23-köpfige, gemischte Pilgergruppe der BBS Wirtschaft und Agrar/Soziales nach Ausgabe der Zeugnisse auf den Weg nach Bella Roma. Mit unseren Pilgerbegleitern Herrn Wilke-Ewert, Frau Jansen und FSJler Jorden ging es um 12 Uhr mit dem Bus nach Düsseldorf, anschließend mit dem Flugzeug nach Rom. Nachdem wir mithilfe von Google Maps unser Hotel gefunden hatten, welches sich zentral am Bahnhof von Termini befand, konnten wir endlich einziehen (,,Schon etwas anders als zu Hause“). Viel Zeit blieb aber nicht, denn für die Pilgergruppe ging es auch schon wieder los. Das Ziel: Eine Pizzeria, von der Herr Wilke-Ewert nur Gutes zu berichten hatte.

Nach der ersten Nacht ging es bei mittelmäßigem Wetter für die Pilgergruppe zum Paulus vor den Toren, Konstantinbogen, Colosseum und zum Joggen um den Circus Maximus (natürlich eine freiwillige Aktion ;-), wo nur noch Grundrisse aus vergangener Zeit zu sehen waren. Dies sollte aber der einzige Tag mit Regen bleiben, denn die darauffolgenden Tage durften wir mit durchschnittlich 16 Grad und Sonnenschein genießen.

Sonntags pilgerten wir erst zum Deutschen Friedhof, um in der dortigen Kapelle einen Gottesdienst zu feiern, den wir so noch nie erlebt haben. Da am 02.02. in der katholischen Kirche traditionell ,,Mariä Lichtmess“ gefeiert wird, erlebten wir eine Kerzenweihe auf Italienisch, Deutsch und Latein (,,Interessant, auch wenn wir nicht alles verstanden haben!“). Danach kletterten wir die 551 steilen und engen Stufen des Petersdoms hoch, um die fantastische Aussicht von der Kuppel zu genießen. Nach dieser schweißtreibenden Angelegenheit und vielen Fotos kam eines der vielen Highlights unser Pilgerreise: Auf Initiative unseres Pilgerbruders Julian wurde (auf freiwilliger Basis, der Rest der Gruppe durfte Rom auf eigene Faust erkunden) ein Besuch im ,,Stadio Olimpico“ organisiert, in dem an diesem Nachmitttag Lazio Rom gegen SPAL Ferrara 5:1 gewann. Abends ließen wir den Abend beim ,,gemeinsamen Abendmahl“ ausklingen.

Montag war dann frühes Aufstehen angesagt, denn wir pilgerten, zur Prime-Time des römischen U-Bahn-Verkehrs, zurück ins antike Rom. Neben dem Forum Romanum, den Kapitolshügel und dem Panteon erlebten wir auch, wie uns der Wadenmuskelkater vom Vortag einholte. Darüber hinaus durften wir auch an einem interessanten Gespräch mit Msgr. Oliver Lahl teilnehmen, welcher als geistlicher Botschaftsrat in der Deutschen Botschaft tätig ist (,,Verstecktes Gebäude – ohne Google Maps hätten wir das nie gefunden!“).
Am nächsten Tag besuchten wir die Vatikanischen Museen, auf der Suche nach Werken von Michelangelo und Raffael, darunter auch die Sixtinische Kapelle (,,Krass, wie die das alles früher gemalt haben!“) und der anliegende Garten, in dem wir mal wieder eine Andacht hielten („Verscheuchen wir nicht mit unserem Gesinge die Leute?“ – Nein, die hörten uns interessiert zu!). Nachmittags wurde (wieder auf freiwilliger Basis) die Kapuzinerkirche besucht, die mit menschlichen Leichenteilen geschmückt ist, welche für sanfte Seelen oder Horrorfilm-Gegner eher ungeeignet ist. („Da hing einfach eine Leiche an der Decke!“). Abends pilgerten wir auf gut Glück los, um ein passendes Restaurant zu finden, in dem wir bei einem zweiten, gemeinsamen Abendmahl den Tag ausklingen lassen konnten. Mithilfe der Tipps von Pilgerschwester Milenas ortskundiger Freundin Elisabetta war auch schnell eines gefunden, welches zum Glück auch noch Platz für unsere 26-köpfige Pilgergruppe hatte.

Am Mittwoch und letzten Tag unserer Pilgereise mussten wir wieder früh los, den wir hatten einen wichtigen Termin: 9:30, Audienz beim Papst im Vatikan („Eindrucksvoll!“). Leider kamen wir bei der Audienz aus unbekannten Gründen doch nicht dazu, unser einstudiertes Lied „Möge die Straße“ zu singen, sodass für einige leider nur digitale Erinnerungen bleiben. Da wir schon vor Ort waren, nutzen wir danach die Zeit, um uns nach 45-minütigem Warten und einer erneuten Sicherheitskontrolle („Wie am Flughafen!“) in das Innere des Petersdoms zu begeben, um Papstgräber und die ,,Skandal-Statue“ Michelangelos zu sehen („Liegen die hier wirklich schon seit 700 Jahren?“).
Danach mussten wir schnell zurück ins Hotel, denn unsere Heimreise stand an. Um 19:30 ging der Flug Richtung Heimat und um 24 Uhr wurden wir dann sehnsüchtig von unseren Familien am Parkplatz der BBSen an der Beckstraße in Empfang genommen. Worauf wir uns am meisten freuten? „Eine heiße Dusche und mein Bett“, so lautete die fast einstimmige Antwort. Andere freuten sich darauf, dass sie in Lingen nicht mehr so viel laufen mussten, denn je nach Freizeitgestaltung legten einige von uns, unter anderem auch ich bei meinem Sonntagsbesuch im Zoo, an die 30.000 Schritte zurück.
Fazit: In kurzer Zeit durften wir alle Highlights Rom besuchen, auch wenn es bei Ines der ein oder andere Trevi-Brunnen zu viel war. Auch unsere Freizeit kam nicht zu kurz, die für einen Shopping-Bummel, für den ein oder anderen Cocktail oder einfach nur zum Schlafen genutzt wurde. Für dieses bleibende Erlebnis sagen wir uns ein herzliches Dankeschön an Pastor Wilke-Ewert, Frau Jansen und FSJler Jorden, die unsere Pilgerreise super organisiert haben!


Lara Löpker, BGW13

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