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„Es war ganz still im Theater“: Abgefahren 2020

„Abgefahren – wie krass ist das denn?" – so der Name eines jährlich durchgeführten Präventionsprojekts der Polizei. Anlass: Die hohen Unfallzahlen mit jungen Autofahrern. Ende Januar waren wieder vier unserer Klassen (FOS 11) live dabei. Betroffene schilderten ihre Beteiligung an schweren Verkehrsunfällen. Einige Teilnehmer im vollbesetzten Theater hatten Tränen in den Augen, als auf der Bühne auch mit Originalbildern und -videos zwei Unfallgeschehen geschildert wurden.

Die Protagonisten waren dieselben wie im Vorjahr, was der Eindringlichkeit und Authentizität keinen Abbruch tat. Zuerst beschrieb ein sichtlich bewegter Polizist, wie er einmal als Erster einen Unfallort erreicht hatte, wo ein 18-Jähriger ums Leben gekommen war. Fahrerin des Unfallwagens war damals die 17-jährige Anna. Auch sie betrat mutig die Bühne und berichtete über das furchtbare Ereignis.
Beim zweiten ausführlich dargestellten Unfall starben eine Mutter mit ihrem Sohn, deren Auto mit dem eines 18-jährigen Fahranfängers frontal zusammengestoßen war. Zu Wort kamen zwei Feuerwehrleute und eine Notfallseelsorgerin.
Abschließend wurde ein großer Ballon auf die Bühne geholt. Vor der Veranstaltung hatten die jungen Besucher ihre persönlichen Wünsche auf Kärtchen geschrieben und an den Ballon geheftet. Einige der Wünsche wurden nun vorgelesen. Aber um zu demonstrieren, was mit Träumen passieren kann, ließ eine Polizistin den Ballon einfach und ohne Vorwarnung platzen. Die Konfrontation damit, wie ein unbeschwertes Leben innerhalb von einer Sekunde beendet sein kann, wurde somit auf die Spitze getrieben.

Eine beeindruckende und sinnvolle Doppelstunde zu einem so wichtigen Thema.

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